Obesitaskliniek Dendermonde — AZ Sint-Blasius
One anastomosis gastric bypass (mini gastric bypass)
One Anastomosis Bypass
Der Mini-Magenbypass ist eine Variante des klassischen Roux-en-Y-Magenbypass. Bei dieser Operation wird ein langer schmaler Vormagen geschaffen, der an eine lange Dünndarmschlinge angeschlossen wird, sodass der große Restmagen ausgeschaltet wird. Die neue Verbindung zwischen Vormagen und Darm sorgt dafür, dass sich die Magensäfte mit der Nahrung vermischen können. Die Verdauung findet also erst statt, nachdem der gesamte Teil des Dünndarms durchlaufen wurde. Der große Restmagen bleibt erhalten, sodass dieser Eingriff im Gegensatz zur Schlauchmagenoperation umkehrbar ist.
Der Eingriff wird minimalinvasiv (Laparoskopie) oder mit dem Roboter durchgeführt.
Der Mini-Bypass hat sowohl eine restriktive als auch eine malabsorptive und eine hormonelle Wirkung. Die Menge an Nahrung, die man während einer Mahlzeit essen kann, wird stark eingeschränkt, ohne dass ein Hungergefühl entsteht. Außerdem wird die Aufnahme von Fetten reduziert. Der Verzehr hochkalorischer Nahrung, insbesondere Zucker, kann ein unangenehmes Gefühl hervorrufen. Dies wird als Dumping-Syndrom bezeichnet. Es kann mit Herzklopfen, Schwitzen, Schwindel und Übelkeit einhergehen. Es hält den Patienten vom Verzehr von Zucker ab und kann daher zu besseren Essgewohnheiten nach der Operation beitragen.
Unterschied zum Roux-en-Y-Magenbypass
Der große Vorteil dieses Eingriffs gegenüber dem Roux-en-Y-Magenbypass besteht darin, dass nur 1 Verbindung (Anastomose) hergestellt werden muss anstatt zwei wie beim Roux-en-Y-Magenbypass.
Außerdem zeigen Studien, dass die Gewichtsabnahme bei sehr hohen BMI-Werten nach einem Mini-Magenbypass noch besser ist als nach einem Roux-en-Y-Magenbypass. Auch die Chance, dass der Diabetes mellitus nach der Operation verschwindet, ist größer. Ein Nachteil ist jedoch, dass die Galle nach einem Mini-Bypass direkt in den Vormagen und die Speiseröhre zurückfließen kann, was Refluxbeschwerden verursachen kann.
Die Patienten, die sich diesem Eingriff unterziehen, werden meistens am Tag des Eingriffs aufgenommen. Einige Stunden nach der Operation darf der Patient bereits ein paar Schlucke Wasser trinken und vorsichtig aufstehen. Am nächsten Tag kann mit einer flüssigen Kost begonnen werden und der Patient darf bereits wieder nach Hause. Die Dauer des Aufenthalts kann selbstverständlich je nach klinischen Umständen variieren.
Ergebnisse
Studien zeigen, dass Patienten nach einem Mini-Magenbypass einen Verlust von 80 % des Übergewichts erwarten können. Die Gewichtsabnahme erfolgt meistens in den ersten 12-18 Monaten nach dem Eingriff, wovon der größte Teil während der ersten 6 Monate. Diese Werte können von Patient zu Patient variieren und hängen von Lebensstil, Alter, Einhaltung der postoperativen Leitlinien, Komorbidität und genetischer Veranlagung ab.
Ein Mini-Magenbypass führt nicht nur zu einem starken Gewichtsverlust, sondern hat auch einen sehr positiven Einfluss auf die Komorbidität. Erkrankungen wie Diabetes, Schlafapnoe und Bluthochdruck können sich durch diesen Eingriff erheblich verbessern oder sogar verschwinden.
Komplikationen
Jede Operation kann mit Komplikationen einhergehen. Menschen mit Übergewicht haben ein höheres Komplikationsrisiko als Menschen mit Normalgewicht. Es gibt standardmäßige postoperative Komplikationen, die nach jeder Operation auftreten können, wie Blutungen, Infektionen, Abszessbildung, Narbenbruch, Beinvenenthrombose oder Lungenembolie.
Die häufigsten Risiken, die direkt mit einem Mini-Magenbypass zusammenhängen, sind:
- Magengeschwür (stark erhöhtes Risiko bei Rauchern).
- Vitamin- oder Eisenmangel (hierfür werden Ihnen Nahrungsergänzungsmittel verschrieben).
- Haarausfall (dies ist eine Folge des Gewichtsverlusts und vorübergehend. Der Haarausfall bleibt begrenzt und das Haar wächst vollständig nach).
- Dumping (entsteht vor allem durch den Verzehr von Zucker, der nach einem Eingriff stark abgeraten wird).
- Innere Hernie (hierfür werden in der Adipositasklinik Dendermonde die nach einem Bypass entstehenden Räume verschlossen, um dieses Risiko zu verringern).
- Chronische unerklärliche Bauchschmerzen.
- Leckage oder Blutung im Bereich der Klammernahtreihe.
- Der Restmagen ist nach der Operation für eventuelle zukünftige Untersuchungen nur noch schwer zugänglich.