Obesitaskliniek Dendermonde — AZ Sint-Blasius

    Roux-en-Y gastric bypass

    Beim Magenbypass wird das Magenvolumen stark verkleinert und eine Umleitung des Verdauungstrakts geschaffen. Der Eingriff wird minimalinvasiv (Laparoskopie) oder mit dem Roboter durchgeführt. Der Chirurg legt einen kleinen Vormagen am Übergang von der Speiseröhre zum Magen an. Der große Restmagen bleibt erhalten, sodass dieser Eingriff im Gegensatz zur Schlauchmagenoperation umkehrbar ist. Der kleine Vormagen wird anschließend mit dem Dünndarm verbunden, sodass der große Restmagen ausgeschaltet wird. Dieser Teil des Dünndarms wird als Nahrungsschlinge bezeichnet. Schließlich wird der Ausgang des großen Restmagens auf einer tieferen Ebene mit der Nahrungsschlinge verbunden. Erst auf dieser Ebene kommen die Verdauungssäfte mit der Nahrung in Kontakt.

    Der Magenbypass ist die in Belgien am häufigsten durchgeführte bariatrische Operation. Er wird oft als der Goldstandard unter den bariatrischen Eingriffen betrachtet. Der Magenbypass wirkt sowohl restriktiv als auch malabsorptiv und hormonell. Die Menge an Nahrung, die man während einer Mahlzeit essen kann, wird stark eingeschränkt, ohne dass ein Hungergefühl entsteht. Außerdem wird die Aufnahme von Fetten begrenzt. Der Verzehr hochkalorischer Nahrung, insbesondere Zucker, kann ein unangenehmes Gefühl hervorrufen. Dies wird als Dumping-Syndrom bezeichnet. Es kann mit Herzklopfen, Schwitzen, Schwindel und Übelkeit einhergehen. Es hält den Patienten vom Verzehr von Zucker ab und kann daher zu besseren Essgewohnheiten nach der Operation beitragen.

    Die Patienten, die sich diesem Eingriff unterziehen, werden meistens am Tag des Eingriffs aufgenommen. Einige Stunden nach der Operation darf der Patient bereits ein paar Schlucke Wasser trinken und vorsichtig aufstehen. Am nächsten Tag kann mit einer flüssigen Kost begonnen werden und der Patient darf bereits wieder nach Hause. Die Dauer des Aufenthalts kann selbstverständlich je nach klinischen Umständen variieren.

    Ergebnisse

    Studien zeigen, dass Patienten nach einem Magenbypass einen Verlust von 80-90 % des Übergewichts erwarten können. Die Gewichtsabnahme erfolgt meistens in den ersten 12-18 Monaten nach dem Eingriff, wovon der größte Teil während der ersten 6 Monate. Diese Werte können von Patient zu Patient variieren und hängen von Lebensstil, Alter, Einhaltung der postoperativen Leitlinien, Komorbidität und genetischer Veranlagung ab.

    Ein Magenbypass führt nicht nur zu einem starken Gewichtsverlust, sondern hat auch einen großen Einfluss auf die Komorbidität. Erkrankungen wie Diabetes, Schlafapnoe und Bluthochdruck können sich durch diesen Eingriff erheblich verbessern oder sogar verschwinden.

    Komplikationen

    Jede Operation kann mit Komplikationen einhergehen. Menschen mit Übergewicht haben ein höheres Komplikationsrisiko als Menschen mit Normalgewicht. Es gibt standardmäßige postoperative Komplikationen, die nach jeder Operation auftreten können, wie Blutungen, Infektionen, Abszessbildung, Narbenbruch, Beinvenenthrombose oder Lungenembolie.

    Die häufigsten Risiken, die direkt mit einem Magenbypass zusammenhängen, sind:

    • Magengeschwür (stark erhöhtes Risiko bei Rauchern).
    • Vitamin- oder Eisenmangel (hierfür werden Ihnen Nahrungsergänzungsmittel verschrieben).
    • Haarausfall (dies ist eine Folge des Gewichtsverlusts und vorübergehend. Der Haarausfall bleibt begrenzt und das Haar wächst vollständig nach).
    • Dumping (entsteht vor allem durch den Verzehr von Zucker, der nach einem Eingriff stark abgeraten wird).
    • Innere Hernie (hierfür werden in der Adipositasklinik Dendermonde die nach einem Bypass entstehenden Räume verschlossen, um dieses Risiko zu verringern).
    • Chronische unerklärliche Bauchschmerzen.
    • Leckage oder Blutung im Bereich der Klammernahtreihe.
    • Der Restmagen ist nach der Operation für eventuelle zukünftige Untersuchungen nur noch schwer zugänglich.
    Mit einer optimalen Vorbereitung auf die Operation kann das Komplikationsrisiko erheblich verringert werden. Ein Rauchstopp vor der Operation und die Proteindiät sind daher sehr wichtig!

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